Ralf Stieber: Nichts oder: A Journey to the No-go-Area

Fragen + Antworten

Was heißt hier eigentlich No-go-Area? Copyright und Copy Art? Spielregeln? Bilder? Texte? Geht es um Kunst? Oder gar Literatur? Wer ist Urheber der No-go-Area?

All diese Fragen sind berechtigt. Nolens volens müssen sie dennoch unbeantwortet bleiben. Ich kann Ihnen nicht weiterhelfen. Weder in Humboldts Mammutwerk „Voyage aux régions équinoxiales du nouveau continent“ noch im „Deutschen Wörterbuch“ der Gebrüder Grimm finden sich passende Antworten. Aber auch zeitgenössische Geistesgelehrte schweigen sich aus. Aus gutem Grund: die Beschäftigung mit dem Thema „No-go-Area“ gefährdet im Nu die wissenschaftliche Reputation. Wer sich mit der No-go-Area auseinandersetzt, hat offenbar nichts oder wenigstens nichts Besseres im Sinn.

Obwohl sich ganze Heerscharen von Natur- und Geisteswissenschaftlern schon seit längerer Zeit mit dem Phänomen No-go-Area auseinander setzen, ist wenig Konkretes dabei herausgekommen. Man forscht gleichsam im absoluten Nichts: Nichts Greifbares ist zu finden, bestenfalls Spuren, Kopien, Andeutungen. Wenn überhaupt etwas gesagt werden kann dann dies: Tendenziell geht es in Sachen No-go-Area mehr um Kultur als Natur, mehr um Zivilisation als Wildnis.

Kenner der Materie behaupten, es sei leichter, das Chaos zu ordnen, als eine einzige sinnvolle Aussage über die No-go-Area zu machen. Die Vernunft ist aus dem Spiel, wenn es um die No-go-Area geht. Und vielleicht kann die No-go-Area auch nur erspielt und nicht beschrieben werden.

Die Sache mit der No-go-Area bleibt in mancherlei Hinsicht dubios. Sie ist jenseits aller Vernunft, über die Vernunft hinaus. Schwarz auf weiß lauern gleichzeitig Widersprüche und Zweifel zwischen den Zeilen!

Die Sache mit der No-go-Area ist über alle Vernunft hinaus dubios.