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UngegendEin nichtendes Nichts haftet manchen Gegenden an. Wer sie bereist, spürt sofort: „Da ist etwas faul.“ Man riecht es nicht, man sieht es nicht, spürt es aber auf Schritt und Tritt. Dieses eigenartige Gefühl abgrundtiefen Nichts warnt den gesunden Menschenverstand: Vorsicht, Gefahr! Achtung, Abgrund! Besser sollte von Ungegenden als Gegenden die Rede sein, von völlig ungegenständlichen Unorten. Die Frage drängt sich mit Recht auf, nicht nur am Rande: Ist die No-go-Area eine dieser nichtigen Ungegenden? Die Berichte über die No-go-Area bleiben trotz des zitierten Gutachtens im Wesentlichen widersprüchlich. So, als ob alle verwirrt werden sollen, die sich ernsthaft mit der No-go-Area auseinandersetzen wollen. Wirres wildes Land? Oder Ungegend? Oder Wildnis? Oder nichtiges Land? Oder noch viel schlimmer? Hin und wieder wird die No-go-Area als „Schwarzes Loch“ bezeichnet. Was auch nahe liegt: es wird von Forschern berichtet, die unmittelbar vor der Entdeckung der No-go-Area standen: wie das gelobte Land lag die No-go-Area vor ihnen. Sowie sie aber in die No-go-Area eindringen wollten, verschwanden Forscher und No-go-Area im Nu: Nichtung der Person, Nichtung der Dinge, vollständig im Nichts. Es wird von einem Philosophen erzählt, der nur daran dachte, die No-go-Area zu betreten. Der Gedanke ging zu weit: Von einem Augenblick auf den anderen sei er spurlos verschwunden, wird berichtet, er habe sich gleichsam denkend in Nichts aufgelöst. Wetten, dass H. G. Wells seine Freude an der No-go-Area gehabt hätte? Aber auch S. Freud hätte sich über einige der abgründigsten Abgründe der No-go-Area sicherlich gefreut. Die No-go-Area ist offenbar eine Ungegend, wie sie im Buche steht. |