Ralf Stieber: Nichts oder: A Journey to the No-go-Area

Mystik

Mystische Sequenz: Nach innen horchen, sich nicht im Äußeren verlieren. Ganz innen werden. Nur indem man nach innen geht und sich dabei nicht verschließt, erschließt sich ein eigener Zugang zur No-go-Area. Es gilt, sich selbst zu glauben, nicht das, was meistens über die No-go-Area geschrieben wird. Es wurde zuviel Falsches über die No-go-Area geschrieben. Selbst „A Journey to the No-go-Area“ reicht angesichts der Komplexität der No-go-Area nicht an die ganze Wahrheit heran.

Auffällig ist die Tendenz, das Wort „No-go-Area“ im übertragenen Sinn zu verwenden. Viele Menschen suchen und suchen schon seit geraumer Zeit nach irgendetwas, planen eine Expedition usw. Sie wissen nicht recht, was sie suchen und planen. Sie kennen kein Wort dafür.

Wenn man ihnen aber das Wort „No-go-Area“ nennt, erkennen die meisten, dass ihre Suche nichts anderes als eine Suche nach der No-go-Area ist. Das Wort für ihre Sehnsüchte und Pläne heißt plötzlich „No-go-Area“. Doch auch diese Einverleibung der No-go-Area über ein wie auch immer geartetes Symbolverständnis greift zu kurz, weicht dem Mysterium aus.  

Weitergehende Ratschläge, wie die jeweilige Suche nach der No-go-Area in die Tat umzusetzen ist, können an dieser Stelle nicht gegeben werden. Dieses Buch ist ganz bewusst kein Ratgeber. Die No-go-Area bleibt trotz aller Worte sprachlos, und Bilder können die No-go-Area nicht beschreiben. Jeder No-go-Interessierte muss für sich selbst entdecken, was er von der No-go-Area erwartet. Zur No-go-Area gehört eine gewisse Leidenschaft und Neigung. Der No-go-Area muss man sich zuneigen.

Die No-go-Area bedarf einer gewissen Zuneigung.