Ralf Stieber: Nichts oder: A Journey to the No-go-Area

Sichtweise

Einen sehr wichtigen Beitrag zum Gelingen meiner Reise in die No-go-Area leistete mein Kreiselkompass. Ich trug ihn trotz seines recht erheblichen Gewichts die ganze Reise über bei mir im Handgepäck. Seine unbestechliche Anzeige verhinderte, dass ich vom Weg abkam.

North (N), East (E), South (S), West (W)

Wer die Himmelsrichtungen exakt zu bestimmen weiß, wird nicht vom rechten Weg in die No-go-Area abkommen. Gefahr droht höchstens durch Attraktionen wie dem berühmt-berüchtigten Magnetberg zum Beispiel, der selbst einen exzellenten Kompass durcheinander bringt. Es gilt also bereits vor Reiseantritt sorgsam die Route zu planen, um  die Reise nicht an einem kleinen Detail wie dem Magnetismus scheiten zu lassen.

In der von mir georteten No-go-Area gab es selbstverständlich keinen Magnetberg. Mein Bermudadreieck war eine absolut magnetfreie Zone! So folgte ich zielstrebig der Kompassnadel nordwärts, fuhr unbekümmert übers Land, Richtung Manchester. Ich verhielt mich dabei stets nach der Devise „Vorausschauen, um rechtzeitig zu erkennen, um was es geht, Rücksicht, damit das Tabu nicht verletzt wird!“ Eine umsichtige Sichtweise, die ich allen potentiellen No-go-Reisenden nur wärmstens ans Herz legen kann!

Vorsicht, um zu erkennen, um was es geht,
Rücksicht, um das Tabu nicht zu verletzen!“