Ralf Stieber: Nichts oder: A Journey to the No-go-Area

Beweise

Trotz der offensichtlichen Authen- und Faktizität des vorliegenden Buches werde ich immer wieder gefragt, ob ich nicht wie alle andern auch meine Reise in die No-go-Area frei erfunden habe.

Zugegeben, es gibt keinen absoluten Beweis dafür, dass ich tatsächlich die No-go-Area gefunden und betreten habe. Es gibt keine Zeugen außerhalb der No-go-Area, die für mich sprechen könnten. Das ist in der Tat ein echtes Dilemma!

In der No-go-Area indessen könnte ich en masse seriöse Ansprechpartner nennen, die sofort die Wahrhaftigkeit meiner Darstellung bestätigen würden. Sie würden auch bezeugen, dass ich die No-go-Area bereist habe, ohne das TABU zu verletzen. Doch die Einheimischen lehnen Gespräche über die No-go-Area bis auf wenige Ausnahmen ab. Es widerspricht den Gepflogenheiten, Informationen über die No-go-Area nach außen dringen zu lassen.

Ich hoffe, dass indirekt das in „A Journey to the No-go-Area“ zum Tragen kommende Zusammenspiel von Wort und Bild Beweiskraft entwickelt: Nur wer die No-go-Area mit Erfolg bereist hat, kann Wort und Bild auf die vorliegende Art und Weise verknüpfen, wortwörtlich, bildbildlich. Bilder oder Texte allein könnten die Existenz der No-go-Area nicht beweisen. Nur Bild und Wort zusammen verweisen auf die Wirklichkeit der No-go-Area.

Die im Buch dargestellte Wirklichkeit ist angereicherte, sorgfältig kopierte Wirklichkeit, quasi Copy Art mit real copies. Entscheidend ist dabei die zielsichere Verwendung von Schwarz und Weiß. Farben würden nur Verwirrung stiften. Schwarz auf weiß muss die No-go-Area dargestellt werden.

Nur Bild und Wort zusammen verweisen
auf die Wirklichkeit der No-go-Area.