Ralf Stieber: Nichts oder: A Journey to the No-go-Area

No return

Mit dem „Schwarzen Loch“ ist es offensichtlich nicht ganz so weit her. Von einer Bedrohung durch die „Ungegend“ No-go-Area kann nicht die Rede sein. Obwohl ich fast pausenlos an die No-go-Area denke, bin ich noch immer nicht tot. Alles halb so wild.

Ich blättere in „The Guardian“. Gute Tarnung, wie mir scheint. Was mich in der No-go-Area wohl erwarten wird? „A cup of tea and a towelette, please“, bitte ich die Stewardeß. Sie schaut mich, wie mir scheint, etwas seltsam an, gießt aber dann heißes Wasser über einen Teebeutel und reicht mir das gewünschte Erfrischungs-tuch.

Ich schaue aus dem Bullauge. Meer liegt unter uns, vermutlich der Ärmelkanal. Ich erkenne weiße Kreidefelsen: tatsächlich, die grüne Insel. Es geht alles rasend schnell, denke ich. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Unaus-weichlich nehmen die Dinge ihren Lauf. Und ich bin froh drum, denn schließlich will ich es wissen.

Der point of no return war im Prinzip schon der erste Gedanke an die No-go-Area. Seither konnte ich mich der No-go-Area nicht mehr entziehen. Von daher verstehe ich alle, die sich auf die Suche nach der No-go-Area machen. Trotzdem sollte man sich beizeiten darüber im Klaren werden, ob man eine eindeutige Entscheidung für die Reise in die No-go-Area getroffen hat oder nicht. Denn nur aus einer tiefen inneren Gewißheit heraus öffnen sich die Wege in die No-go-Area.

Nur aus innerer Gewißheit heraus öffnen sich Wege in die No-go-Area.